Behandlungsspektrum

Gefäße


Gefäßchirurgische Behandlung – medizinisch sinnvoll und schonend


Krampfadern und Besenreiser sind weit mehr als ein kosmetisches Problem. Bleiben sie unbehandelt, kann es zu Hautveränderungen und schlecht heilenden Wunden kommen. Neben klassischen chirurgischen Leistungen wie der Versorgung von Leisten- und Nabelbrüchen bieten wir deshalb auch eine gezielte Diagnostik und Behandlung von Venenerkrankungen an – ambulant und mit modernen Methoden.

Krampfadern (Varikosis)


Krampfadern entstehen, wenn Venenklappen nicht mehr richtig schließen und das Blut sich in den Beinen staut. Die Folgen reichen von schweren Beinen, Schmerzen und Hautverfärbungen bis hin zu Ulcera (chronischen Wunden).
Zusätzlich leiden viele Betroffene unter dem sichtbaren Befund.

Die Therapie wird individuell festgelegt. Zunächst kommen Kompressionstherapie und Bewegung infrage.
Wann ein Eingriff sinnvoll ist, entscheiden Arzt und Patient gemeinsam.

Besenreiser


Besenreiser können ein Hinweis auf eine tiefere Venenschwäche sein und treten häufig gemeinsam mit Krampfadern auf. Daher erfolgt zunächst eine gründliche Diagnostik.

Je nach Befund stehen unterschiedliche Therapien zur Verfügung – etwa Sklerosierung oder Laserbehandlungen. Bei uns erhalten Sie Diagnostik und Therapie aus einer Hand – medizinisch sinnvoll und nach Wunsch auch aus ästhetischen Gründen.

Explantation von Portsystemen


Portsysteme werden eingesetzt, wenn Medikamente regelmäßig über die Vene gegeben werden müssen – z. B. bei Tumor- oder Schmerztherapie sowie bei schlechter Venenqualität.
Nach Abschluss der Behandlung kann die Entfernung des Portsystems sinnvoll sein. Dieser Eingriff erfolgt schonend und ambulant in unserer Praxis.


Wichtige Fragen und Antworten


  • Wann sollte ich mit Gefäßbeschwerden einen Arzt aufsuchen?

    Viele Gefäßerkrankungen entwickeln sich schleichend. Typische Warnzeichen sind schwere oder schmerzende Beine, sichtbare Krampfadern, Schwellungen, nächtliche Wadenkrämpfe, schlecht heilende Wunden oder kalte Füße. Treten solche Beschwerden regelmäßig auf oder verschlechtern sie sich, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

  • Sind Krampfadern nur ein kosmetisches Problem?

    Nein. Auch wenn Krampfadern häufig als unästhetisch empfunden werden, können sie medizinisch relevant sein. Unbehandelt kann es zu Hautveränderungen, Entzündungen oder offenen Stellen (Ulcera) kommen. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt von den Beschwerden, dem Befund und möglichen Folgeschäden ab.

  • Was genau passiert bei der ersten gefäßchirurgischen Untersuchung?

    Zunächst werden Beschwerden, Vorerkrankungen und der Verlauf genau besprochen. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung der Beine oder der betroffenen Region. Ziel ist es zu erkennen, ob es Hinweise auf eine venöse oder arterielle Durchblutungsstörung gibt und ob weitere Diagnostik sinnvoll ist.

  • Was ist der Unterschied zwischen venösen und arteriellen Gefäßerkrankungen?

    Venöse Erkrankungen betreffen den Rückfluss des Blutes zum Herzen, etwa bei Krampfadern oder chronisch venöser Insuffizienz. Arterielle Erkrankungen entstehen durch eine verminderte Durchblutung, zum Beispiel bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Beide Erkrankungen haben unterschiedliche Ursachen und Behandlungsansätze.

  • Muss bei Gefäßerkrankungen immer operiert werden?

    Nein. Viele Gefäßprobleme lassen sich zunächst konservativ behandeln, etwa mit Kompression, Bewegung, Hautpflege oder Medikamenten. Ob ein Eingriff sinnvoll ist, hängt vom Stadium der Erkrankung, den Beschwerden und dem Risiko für Komplikationen ab.

  • Was bedeutet pAVK und warum ist sie ernst zu nehmen?

    Die periphere arterielle Verschlusskrankheit entsteht durch verengte oder verschlossene Arterien. Sie kann zu Schmerzen beim Gehen, Ruheschmerzen oder Wunden führen. Unbehandelt besteht das Risiko schwerer Durchblutungsstörungen. Eine frühzeitige Diagnostik hilft, das Fortschreiten zu verlangsamen.

  • Was ist ein Ulcus und warum heilt es oft schlecht?

    Ein Ulcus ist eine offene Wunde, die meist durch Durchblutungsstörungen verursacht wird. Ohne Behandlung der zugrunde liegenden Ursache kann die Wunde über Monate bestehen bleiben. Deshalb ist eine gezielte gefäßmedizinische Einschätzung entscheidend für die Heilung.

  • Was bedeutet diabetisches Fußsyndrom?

    Beim diabetischen Fußsyndrom kommen oft mehrere Faktoren zusammen: Nervenschädigungen, Durchblutungsstörungen und Wundheilungsprobleme. Kleine Verletzungen können unbemerkt bleiben und sich verschlimmern. Eine regelmäßige Kontrolle und konsequente Behandlung sind wichtig, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden.

  • Können offene Beine oder Wunden ambulant behandelt werden?

    Ja, viele Formen chronischer Wunden können ambulant betreut werden. Dazu gehören regelmäßige Wundkontrollen, angepasste Verbände und unterstützende Therapien. Entscheidend ist eine konsequente und strukturierte Behandlung.

  • Was ist ein Portsystem und wann wird es benötigt?

    Ein Portsystem ist ein dauerhaft implantierter Zugang zu einem Blutgefäß. Er wird häufig bei Chemotherapien oder langfristiger Medikamentengabe eingesetzt. Die Anlage oder Entfernung eines Ports erfolgt in der Regel als kleiner chirurgischer Eingriff.

  • Wie hoch ist das Risiko, ein Bein zu verlieren?

    Diese Sorge ist verständlich, betrifft aber vor allem fortgeschrittene, unbehandelte Gefäßerkrankungen. Je früher Durchblutungsstörungen erkannt und behandelt werden, desto besser lassen sich schwerwiegende Folgen vermeiden.

  • Was kann ich selbst zur Gefäßgesundheit beitragen?

    Bewegung, Gewichtsreduktion, Rauchverzicht und Hautpflege können einen wichtigen Beitrag leisten. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation ab und sollte ärztlich abgestimmt werden.

  • Wann sollte ich nicht länger warten?

    Bei plötzlich zunehmenden Schmerzen, Verfärbungen der Haut, offenen Wunden, Fieber oder rascher Verschlechterung der Beschwerden sollte zeitnah ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.