Behandlungsspektrum

Chirurgie der Haut


Wann eine Behandlung notwendig wird


Veränderungen der Haut fallen oft früh auf, da wir sie täglich bewusst wahrnehmen. Hinter Schwellungen oder Rötungen können schmerzhafte Infektionen wie Abszesse an verschiedenen Körperregionen stecken. Diese lassen sich in der Regel problemlos ambulant behandeln und operativ versorgen. Auch sich verändernde „Leberflecken“ oder andere Hautwucherungen können eine kleine operative Maßnahme erforderlich machen.

Hauttumore und Lipome sicher entfernen


Wir entfernen verdächtige Muttermale operativ und lassen sie feingeweblich untersuchen, um mögliche nicht-gutartige Veränderungen frühzeitig auszuschließen. Hauttumore sollten rechtzeitig und vollständig entfernt werden, damit sie nicht entarten oder erneut auftreten können.

Auch Lipome, also gutartige Tumoren des Unterhautfettgewebes, können Schmerzen verursachen oder an Größe zunehmen. Daher wird häufig eine operative Entfernung empfohlen – inklusive histologischer Untersuchung, um bösartige Veränderungen sicher auszuschließen. Die Eingriffe erfolgen in der Regel ambulant, meist unter örtlicher Betäubung. Dabei achten wir sowohl auf die funktionelle als auch auf die ästhetische Versorgung der Wunde.

Eine rosafarbene, erhabene Beule auf der Kopfhaut, umgeben von grauem Haar.
Eine geschwollene, rötliche Beule an einem behaarten Unterarm.
Schema einer Pilonidalzyste: Hautschichten, Haare, Abszesshöhle mit Eiter und Fistelöffnung.

Behandlung von Steißbeinfisteln

Zu den chirurgisch therapiepflichtigen Erkrankungen der Haut zählt auch die chronische Steißbeinfistel (Pilonidalsinus) sowie der akute Pilonidalabszess. Je nach Befund kommen unterschiedliche Operationsmethoden infrage. Gemeinsam entscheiden wir, ob eine minimalinvasive oder eine radikale Versorgung sinnvoll ist – unter Berücksichtigung der jeweiligen Vor- und Nachteile.


Wichtige Fragen und Antworten

  • Wie erkenne ich, ob eine Hautveränderung abgeklärt werden sollte?

    Wenn ein Knoten wächst, sich verfärbt, wiederholt entzündet oder ungewohnt schmerzt, sollte er chirurgisch untersucht werden. Auch unklare Verhärtungen oder neu auftretende Hautknoten sollten vorgestellt werden.

  • Wann ist ein Lipom ungefährlich und wann sollte es entfernt werden?

    Lipome sind fast immer gutartig. Eine Entfernung wird empfohlen, wenn sie größer werden, stören oder sich im Alltag ungünstig bemerkbar machen. Bei sehr großen Befunden ist eine histologische Untersuchung ebenfalls sinnvoll.

  • Kann ein Atherom von selbst verschwinden?

    Nein. Ein Atherom bleibt bestehen und kann sich entzünden. Eine vollständige Entfernung der gesamten Zystenwand verhindert ein Wiederauftreten.

  • Wie läuft die ambulante Entfernung ab?

    Nach der lokalen Betäubung wird der Befund präzise freigelegt und vollständig entfernt. Anschließend wird die Wunde je nach Lage mit feinen Nähten verschlossen und verbunden.

  • Wie pflege ich die Wunde nach einer Hautoperation?

    Die Wunde wird trocken gehalten und regelmäßig kontrolliert. Körperliche Belastung sollte für einige Tage reduziert werden. Detaillierte Hinweise erhält man nach dem Eingriff.

  • Wann können wieder Sport oder körperliche Arbeit ausgeführt werden?

    Je nach Lokalisation nach wenigen Tagen bis zwei Wochen. Größere Eingriffe benötigen eine längere Schonungsphase.

  • Ist eine Vollnarkose nötig?

    Nein, für die meisten Eingriffe reicht eine örtliche Betäubung.

  • Warum ist die histologische Untersuchung wichtig?

    Sie bestätigt, ob es sich um eine gutartige Veränderung handelt und schließt atypische Befunde sicher aus.