Behandlungsspektrum

Chrirurgie der Brust


Veränderungen im Brustbereich können unterschiedliche Ursachen haben und sollten bei Unsicherheiten ärztlich abgeklärt werden. In unserer chirurgischen Praxis erfolgt zunächst eine sorgfältige Untersuchung, um festzustellen, ob es sich um eine gutartige Veränderung handelt und ob ein operativer Eingriff sinnvoll ist. Viele Befunde sind harmlos, dennoch können Schmerzen, Wachstum oder Entzündungen eine Entfernung notwendig machen.


Wann ist eine chirurgische Abklärung sinnvoll?


Eine Vorstellung ist empfehlenswert bei:


  • neu auftretenden oder tastbaren Knoten
  • langsam zunehmender Größe eines Befunds
  • wiederkehrenden Entzündungen im Brustbereich
  • Hautveränderungen oder Einziehungen
  • Schmerzen oder lokalem Druckgefühl
  • Veränderungen nach Verletzungen oder Eingriffen



Diese Symptome bedeuten nicht automatisch eine ernste Erkrankung, sollten aber fachärztlich eingeordnet werden.


Diagnostik – Was wird untersucht?


Die Untersuchung umfasst:


  • ein ausführliches Gespräch zu Beschwerden und Vorgeschichte
  • eine körperliche Untersuchung
  • eine ergänzende Ultraschalluntersuchung, wenn notwendig


Ziel ist eine klare Einschätzung, ob eine Veränderung gutartig erscheint oder ob eine weitere Abklärung erforderlich ist. Falls ein operativer Eingriff notwendig wird, erfolgt eine ausführliche Beratung zu Ablauf und möglichen Alternativen.

Operative Behandlung im Brustbereich


Viele Veränderungen im Brustbereich lassen sich ambulant entfernen. Die Eingriffe werden in der Regel unter lokaler Betäubung durchgeführt, sodass keine Vollnarkose erforderlich ist.


Typische Eingriffe sind:


  • Entfernung gutartiger Knoten (z. B. Lipome oder Weichteilveränderungen in der Brustregion)
  • Beseitigung von Hautveränderungen oder störenden Befunden
  • kleine chirurgische Korrekturen nach Verletzungen
  • Entlastung bei entzündlichen Prozessen oder Abszessen


Das entnommene Gewebe kann zur histologischen Untersuchung eingesendet werden, um die Diagnose eindeutig zu bestätigen.

Nachsorge – Wie geht es nach dem Eingriff weiter?


Nach der Operation erhalten Sie genaue Hinweise zu:


  • Verbandswechsel und Wundpflege
  • körperlicher Schonung
  • Kontrollterminen
  • Umgang mit Schmerzen
  • Warnzeichen, bei denen Sie sich melden sollten


Die Fäden werden je nach Lokalisation nach etwa 7–14 Tagen entfernt. Die Belastbarkeit ist abhängig vom Eingriff und wird individuell besprochen.

Gynäkomastie


Unter einer Gynäkomastie versteht man eine weibliche Brustentwicklung beim Mann. Häufig stellt dies zunächst ein kosmetisch belastendes Problem dar, das zu Unsicherheit und Einschränkungen im Alltag führen kann. In manchen Fällen kommt es zusätzlich zu Schmerzen oder Entzündungen.

Im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffs kann das überschüssige Brustdrüsengewebe entfernt und die natürliche männliche Brustkontur wiederhergestellt werden. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und gleichzeitig ein ästhetisch stimmiges Ergebnis zu erzielen.

Diagramm zur Veranschaulichung der Grade der Gynäkomastie, mit Seitenansichten eines männlichen Brustkorbs mit unterschiedlicher Brustgewebsentwicklung.

Medizinische Geräte mit weißen Schläuchen und kreisförmigen, scheibenförmigen Enden auf schwarzem Hintergrund.

Portsysteme


Intravenöse Portsysteme sind kleine Kammern, die unter die Haut eingesetzt und über einen Schlauch mit der oberen Hohlvene verbunden werden. Sie ermöglichen die sichere Gabe von Medikamenten über längere Zeiträume, ohne jedes Mal einen neuen Zugang legen zu müssen.


Ports werden überwiegend im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt. Darüber hinaus kommen sie auch bei chronischen Erkrankungen oder zur zusätzlichen Ernährung zum Einsatz.


Der Eingriff erfolgt meistens ambulant und kann – je nach Situation – in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose durchgeführt werden.

  • Wann sollte ein Knoten in der Brust chirurgisch entfernt werden?

    Eine Entfernung wird empfohlen, wenn der Befund wächst, Beschwerden verursacht oder eine eindeutige Diagnose nur operativ gestellt werden kann.

  • Wie läuft die ambulante Entfernung eines Brustknotens ab?

    Nach einer lokalen Betäubung wird der Befund präzise freigelegt und entfernt. Anschließend erfolgt die Versorgung der Wunde und eine kurze Überwachung.

  • Ist eine Bildgebung vor dem Eingriff notwendig?

    Je nach Tastbefund kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein, um die Struktur des Gewebes genauer zu beurteilen.

  • Wie lange bin ich nach einem Eingriff eingeschränkt?

    Die Schonzeit richtet sich nach Größe und Lage des Befunds. Leichte Tätigkeiten sind oft schnell wieder möglich, sportliche Belastungen sollten kurz pausiert werden.

  • Welche Risiken bestehen bei Brustoperationen?

    Typische Risiken sind Schwellungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen und Infektionen. Diese werden vorab genau besprochen.

  • Bleibt eine Narbe zurück?

    Ja, jede Operation hinterlässt eine Narbe. Bei kleinen Befunden sind diese meist sehr unauffällig.

  • Muss jede Veränderung entfernt werden?

    Nicht zwingend. Ein Eingriff wird nur empfohlen, wenn Beschwerden bestehen, der Befund wächst oder die Diagnose sonst nicht sicher gestellt werden kann.